Wetterstation - das Wetter in Bookholzberg
Seit längerem wollte ich schon eine Wetterstation installieren, vor allem um die Windgeschwindigkeiten zu messen. Nun hatte WiMo die Wetterstation WX-2008 im Angebot und ich habe das gleich ausgenutzt. Die Außeneinheit mit den Sensoren für Regen, Windrichtung, Anemometer (Windgeschwindigkeit), Temperatur und Luftfeuchte habe ich provisorisch auf einen Schiebemast montiert.
Später soll die Außeneinheit am Antennenmast befestigt werden. Dies werde ich beim Montieren der Antennen erledigen, aber wohl erst im Frühjahr/Sommer 2012. Die Wetterstation überträgt die Daten von der Außeneinheit auf 868 MHz und kann 4080 Datensätze speichern. Ich möchte die Daten natürlich hier auf der Webseite darstellen und verwende zur Speicherung und Darstellung das Softwarepaket wview. Diese Software kann mit diversen Wetterstationen arbeiten, unter anderem auch mit der WX-2008. Die Software ist natürlich kostenfrei und läuft unter Linux.
Damit nicht immer ein PC mitlaufen muss, der die Daten auf den Webserver überträgt, habe ich mir ein NanosG20 Board von Taskit besorgt. Auf diesem Board läuft ein Debian GNU/Linux 5.0, es sind ausreichend Schnittstellen vorhanden und es können auch externe USB Festplatten angeschlossen werden. Zur Zeit läuft das gesamte System auf einer 8 GByte SD-Karte.
Das hat den Vorteil, dass dieses Board nicht nur die Wetterdaten speichert und überträgt, sondern in Zukunft in Verbindung mit größeren Festplatten noch so ein paar Dienste wie z.B. Subversion Repository, Samba-Server, Domain Name Server usw. im Hausnetz übernehmen wird. Die Festplatten werde ich dazu in das PowerManagement einbinden, da das Board selbst unter Volllast weniger als 1 Watt Energieverbrauch hat (ca. 650mW). Aber das ist ein anderes Projekt, zurück zum Wetter:
Wie geschrieben, auf dem Board läuft ein Debian GNU/Linux 5.0 (Die ARM Version, Embedded Linux). Das Softwarepaket wview habe ich direkt auf dem Board compiliert. Der Apache2 arbeitet auch noch fleissig auf dem Board, PHP wird auch etwas benötigt und als Datenbank für die Wetterdaten fungiert bei wview wieder einmal sqlite3. Mit sqlite3 arbeite ich auch bei meinen eigenen Projekten gerne. Die Datenbank ist schnell und klein. Das ist übrigens auch die Datenbank, die auf Android und iPhone Geräten läuft, sowie beim Thunderbird/Firefox im Hintergrund werkelt.
Die von der Wetterstation übertragenen Daten, auch bei dem kleinen Board ist die Wetterstation einfach über USB angebunden, werden natürlich auch grafisch aufbereitet. Bei wview ist dafür einiges dabei, manches gefiel mir nicht und so habe ich das Design etwas angepaßt und übersetzt.
Jede Minute werden die Übersichten neu erstellt und per rsync (natürlich mit ssh) auf den Webserver übertragen. Was dabei herauskommt, sieht man auf dieser Seite unter Wetter.
Die Software wview bietet aber auch die Möglichkeit CWOP Daten zu übermitteln, so dass die Wetterstation im APRS Netz erscheint. Das kann man hier sehen. Die Daten werden alle 10 Minuten übertragen.
Der weitere Ausbau erfolgt jetzt Stück für Stück, dies ist nun erstmal der Testbetrieb. Die Außeneinheit muss noch auf den Antennenmast, der NanosG20 mit Festplatte für die anderen Dienste erweitert werden und alles etwas WAF freundlich montiert werden. Und dann noch die Feinheiten, wie Alarmmeldungen per Mail versenden, bei zu hoher Windgeschwindigkeit oder Regen die Markise vom Wintergarten einfahren und die Antennen absenken und all solche Kleinigkeiten.
Weitere Infos zu diesem Projekt demnächst in diesem Theater ![]()




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